Im Reich der Jaguare


Brasilien – das Land unbegrenzter Lebensfreude, von Samba, Fußballleidenschaft und Caipirinha.

 

Ein Land, dass faszinieren kann und zudem noch weit mehr bietet als das eben Genannte. Brasilien besitzt zudem noch eine mannigfaltige, extrem artenreiche Natur mit unterschiedlichen Lebensräumen, wie den Amazonas-Regenwald, den atlantischen Regenwald, im Nordosten die sogenannte Caatinga eine mit an Dürre angepasster Vegetation ausgestatteter Dornstrauchsavanne, die als Cerrados bezeichneten Feuchtsavannen im Inland, im Süden die Pampa als Grasland und auch das Pananal.

 

Über eine Reise in dieses Pantanal will ich hier berichten.

 

Im Jahr 1995 hatte ich meine erste, sehr ausgedehnte Reise nach Brasilien unternommen, die mich neben Aufenthalten an der Küste vorwiegend durch das Inland führte, mit den Schwerpunkten Amazonien und eben das Pantanal. Das Pantanal hatte mich damals so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich eine Reise dorthin unbedingt nochmals wiederholen wollte. 2024, 29 Jahre später, hat das dann endlich geklappt!


Organisation

Ich hatte mich in den letzten Jahren sehr intensiv mit dem Land auseinandergesetzt und auch recht viel Zeit in die Vorbereitung der Reise 2024 gesteckt. Diese Vorbereitung betraf in erster Linie das Vergleichen von diversen Tour-Anbietern, die Safaris – eine solche sollte es nämlich werden, eine Individualreise wollte ich mir nicht mehr antun – anbieten. Die Safaris sind alle nicht besonders preiswert und natürlich exklusive Anreise nach Cuiabá, der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso, von dem aus viele Touren starten.

Nach langen Vergleichen entschied ich mich für den Veranstalter „Pantanal Jaguar Safaris“, was ich zum Glück keine Sekunde bereuen sollte. Danach bedurfte es noch passende Flüge zum Safari-Datum herauszusuchen, Urlaub zu klären und die Ausrüstung anzupassen.

Start- und Zielpunkt der Safari war Cuiabá, die Hauptstadt von Mato Grosso, über den dortigen Flughafen auch leicht zu erreichen. Teil des Tourenpaketes war die Abholung (und am Ende das Verbringen) in Cuiabá, allerdings um 0700h morgens, was bedeutete, dass es erforderlich war, zumindet einen Tag vorher in Cuiabá anzukommen und einen Tag nach Tourende den Rückflug zu buchen. Für die jeweils eine Nacht vor bzw. nach Ende der Tour entschied ich mich, in einem fußläufig zum Flughafen gelegenen Hotel zu übernachten und mich dort abholen zu lassen.


Ausrüstung

Fotografisch entschied ich mich für folgende Ausrüstung:

 

- Nikon Z9

- Nikon Z8 als Backup bzw. leichte Alternative

- Nikkor Z 400mm f2,8 VR TC

- Nikkor Z 180-600mm VR

- Sigma 17-70mm

- 1,4-fach Telekonverter (nie gebraucht)

- Einbeinstativ (nie gebraucht)

- pro Kamera drei Ersatz-Akkus

- Powerbank (nie benötigt)

- Einige Speicherkarten

Das Ganze wurde in meinem handgepäcktauglichem 

Lowepro Pro Trekker BP 450 AW II

 transportiert.

Akkus machen natürlich grundsätzlich immer Sinn, jedoch waren die Touren so organisiert, dass wir zur Mittagspause regelmäßig ins Hotel zurückkamen, so dass immer die Möglichkeit bestand, die Akkus rechtzeitig wieder zu laden.

 

Sonstige Ausrüstung:

Wichtig sind

- Leichte, lange, am besten UV-schützende Bekleidung

- Breitkrempiger Hut

- Halstuch und winddichte Jacke, da es auf den Booten mordsmäßig ziehen kann. Im September kann es abends noch empfindlich frisch werden, so dass man auch an wärmende Kleidung denken sollte. Zu meiner Zeit war es allerdings mit bis zu 44 Grad außergewöhnlich heiß und auch trocken, so dass der Hitze- und Sonnenschutz wichtiger war. Allerdings war ich im Oktober vor Ort, in dem es dann schon wärmer ist als etwas früher im Jahr. Dennoch, ich war um eine leichte, winddichte Softshelljacke froh.

- Insektenschutz, wobei es diesbezüglich überraschenderweise praktisch keine Probleme gab, sowie z.B. auch die Angst vor tropischen Krankheiten übertrieben ist.

 


Ziele, Erwartungen:

Wie der Name des Touren-Veranstalters schon erraten lässt, wird im Pantanal intensiv mit der Beobachtung von Jaguaren geworden. Und tatsächlich ist es so, dass nirgendwo sonst diese wunderschöne Großkatze so gut und einfach zu beobachten ist wie dort. Und war ein wesentlicher Grund für meine Reise, eben dieses Tier sehen zu können.

 

Aber das Pantanal ist darüberhinaus äußerst artenreich und bietet neben den Jaguaren noch viele weitere schöne Tierarten, insbesondere viele Vögel.

Jede Safari hat so seine Top-Five.

Meine Persönliche Top-Five-Liste war:

- Jaguar

- Hyazinth-Ara

- Riesentukan

- Riesenotter

- Anakonda

 

Und klar, wollte ich möglichst viele, schöne Fotos und unvergessliche Momente nach Hause nehmen.


Reiseverlauf

Ca. 24 Stunden nach Abflug in Berlin via Frankfurt und Sao Paulo, wo man sein Gepäck aufnehmen, durch den Zoll und wieder neu einchecken muss, erreichte ich einen Tag vor Beginn der Safari Cuiabá. Als Herberge hatte ich mir das Hotel "Hits Pantanal" ausgesucht, welches ganze 5min Fußmarsch vom Flughafen entfernt liegt. Ich checkte dort ein und verbrachte den weiteren Tag im Hotel, wo bereits die ersten exotischen Tiere im Garten auf mich warteten. Im nahegelegenen Shopping-Mall konnte man sich wunderbar verpflegen.

 

Für den Tag darauf – Beginn und Tag 1 der Safari – war eine Abholung um 0700h morgens am Hotel vereinbart worden. Äußerst pünktlich erschien ein Kleinbus samt Alysson, unserem Guide, um mich nach einem guten, ausgiebigen, brasilianischen Frühstück abzuholen. Alysson, ein Mitvierziger, war studierter Biologe, englisch-sprachig und arbeitete seit vielen Jahren als Safari-Guide im Pantanal und auch im Amazonas. Er war aufgrund seines Fachwissens, seiner Erfahrung und seiner ruhigen, angenehmen Art ein absoluter Glücksgriff. Im Übrigen war nahezu fast das gesamte Personal, mit dem man ich es auf der Safari zu tun hatte, englisch-sprachig. Aufgrund der fast nur ausländischen Touristen ein absolutes Muss. Deutsch spricht man dort nicht.

Im Anschluss holten wir noch drei US-amerikanische, zwei italienische und zwei australische Mit-Touristen in deren Hotels ab, alle in Flughafennähe gelegen, so dass wir uns um kurz nach 0700h auf den Weg ins Pantanal machen konnten. Geplant war, zum Mittagessen so gegen 1200h in unserer Lodge zu sein, um bereits am Nachmittag die erste Ausfahrt machen zu können. 

Nach ca. 1 – 11/2 Stunden verließen wir die Zivilisation (weitgehend) und kamen an die sog. Transpantaneira, eine unasphaltierte Straße, die in Poconé beginnt und von dort ca. 148km bis nach Porto Jofre, unserem Ziel, führt. Wo die Zivilisation endet (naja, bissl übertrieben ist das zwar schon, aber ab da beginnt das Pantanal), fängt die Natur an. Bereits unterwegs entlang der Straße ist es möglich, an diversen Wasserlöchern interessante Beobachtungen zu machen, wobei es sich dabei hauptsächlich um Kaimane und Wasservögel, wie Reiher, Ibisse sowie Greifvögel handelt. Die Safaris finden in der dortigen Trockenzeit statt und die Wasserlöcher sind Überbleibsel aus der Regenzeit, in der das Land weitgehend überschwemmt ist. Die Tiere suchen in der Trockenzeit dann eben die verbleibenden Wasserstellen auf.


Pünktlich, wie alles auf dieser Reise pünktlich und bestens organisiert ablief, erreichten wir in Porto Jofre die tolle Lodge „Hotel Porto Jofre“ im Nirgendwo am Rio Sao Lourenco gelegen, wo wir die nächsten vier Nächte verbringen und hoffentlich viel Spaß und tolle Erlebnisse haben sollten. 

 Bereits beim Durchfahren des Tores „erwarteten“ uns die ersten wirklich interessanten Vögel, wie Tukane, Hyazinth-Aras und den onmipräsenten Schopfkarakara sowie kleinere Papageien, die sich an den Früchten der auf dem Hotel-Gelände gepflanzten Bäumen labten oder, wie die Tukane, sich an vorbereiteten Futterstellen aufhielten. Wir bezogen unsere Zimmer und begaben uns zum Mittagessen (in Buffet-Form, wie alle Mahlzeiten dort). Während des Mittagessens erhielten wir unsere Einweisung in den Ablauf der nächsten Tage, Sicherheitshinweise und ähnliches. 



Ja - und dann ging es tatsächlich um 1400h mit der ersten Ausfahrt los

Erkundet wird das Gebiet per Boot und im Prinzip laufen die Tage bzw. die Ausfahrten alle wie folgt ab: Nach den Mahlzeiten (Frühstück oder Mittagessen) Abfahrt an der direkt beim Hotel gelegenen Anlegestelle und Pirsch im verzweigten Wassersystem des Gebietes. Schwerpunkt und auch Werbetier ist der Jaguar.


Es sind relativ viele Boote unterschiedlicher Anbieter unterwegs, deren Guides alle miteinander in Funkkontakt stehen. Das Handynetz hat an dieser Stell des Landes nicht funktioniert.

Wird irgendwo ein Jaguar entdeckt, wird dieser gemeldet und alle anderen Boote, versuchen, in Windeseile ebenfalls die gemeldete Stelle zu erreichen. Auf diesen „Jagden“ nach dem Jaguar wird alles andere Getier, was durchaus (für mich) mindestens ebenso interessant ist, wie der Jaguar selber, links liegen gelassen. Die Boote erreichen dabei beachtliche Geschwindigkeiten und so macht eine winddichte Bekleidung bzw. das vorhin erwähnte Halstuch durchaus Sinn. Hetzt man gerade mal keinem Jaguar hinterher, sind die Fahrten deutlich geruhsamer und man hat Zeit, alles, was sich entlang der Ufer befindet, auch intensiv zu beobachten. 

Mit einem guten Führer und einem guten Bootsmann kommt man auch durchaus nahe an die Tiere heran.

Wir waren noch keine 2min im Boot, als es offensichtlich bereits die erste Jaguar-Meldung gab – und der Jaguar sollte sich direkt gegenüber der Anlegestelle am Flussufer aufhalten. Zügig, aber vorsichtig navigierte unser Bootsführer an die besagte Stelle und tatsächlich: Ich war noch keine 5min unterwegs und sah meinen ersten Jaguar am Flussufer liegen! Welch ein Start in die Safari! 

Das Jaguar-Weibchen bot uns eine geraume Zeit, es fotografieren und beobachten zu können, dann verzog es sich weg vom Fluss ins Gebüsch.

 

Mein erster Jaguar:


Wir setzten unsere Tour fort und konnten dann unglaublicherweise schon am ersten Tag weitere Sichtungen wie den Riesenotter, den Rotbrustfischer, den Kappenreiher oder den immer anzutreffenden Cocoi-Reiher machen, der etwas an unseren heimischen Graureiher erinnert.

 

Dann der nächste Jaguar-Alarm! Mit Volldampf ging es in die gemeldete Richtung und wir fuhren in einen Seitenarm des Flusssystems, nur wenige Meter breit. In unmittelbarer Nähe sahen wir dann das Jaguar-Männchen Baguá durch das Ufergebüsch pirschen, auf der Jagd nach einem Capybara (Wasserschwein). Ich hätte den Jaguar beinahe nicht wahrgenommen, zum Glück machte mich Alysson darauf aufmerksam. Kaum die Kamera hochgenommen, machte Baguá einen Satz auf das Capybara zu, das jedoch aufmerksam war und fliehen konnte. Baguá schüttelte sich kurz, orientierte sich neu und machte einen weiteren Satz auf einen Kaiman zu, den er auch erwischte, ihn nach kurzem Kampf unter Wasser erlegen konnte und sich mit ihm ins Gebüsch verzog. Ich hatte also bereits am ersten Tag bis auf die Anakonda meine Top-Five-Liste sehen können und dazu auch noch eine Jagdszene – unglaublich, ich war wirklich geflasht!

Danach ging es dann langsam zurück in Richtung Hotel Porto Jofre, nicht ohne noch einige Beobachtungen diverser Vögel machen zu können. In der Unterkunft endete der Tag bei gutem Abendessen mit einer süffigen Caipirinha.

 

Eine Anakonda sollte ich übrigens nicht sehen können…

 

Die ersten vier Tage in Porto Jofre vergingen dann wie der erste halbe Tag auch: Bootsausfahrten nach dem Frühstück und am Nachmittag, dazwischen Mittagessen, der Tag klang jeweils bei einem guten Abendessen, Caipirinha, netten Gesprächen sowie Pflege und Vorbereitung der Ausrüstung (und sich selber) aus. 

Die Beobachtungen glichen sich einigermaßen, manche Tierarten konnte man regelmäßig und häufig erwarten, wie z.B. den Cocoireiher, Schlangenhalsvogel, Brillenkaiman, Capybara, Hyazinth-Ara, Riesentukan, Savannenbussard oder der Bronzekiebitz, der ein nahezu täglicher Begleiter war.

Aber auch den Jaguar, wir tatsächlich an jedem Tag der gesamten Safari sehen konnten.

 

Andere Arten waren seltener, wenngleich regelmäßig zu sehen, wie der Riesenotter, der Tuiuiú (die brasilianische Bezeichnung für den Jabirú) oder diverse Eisvogelarten - im Pantanal gibt es fünf davon.

 Einer davon ist der Amazonasfischer, hier eine Flugstudie eines weiblichen Vogels:

 

Und noch eine kleine Studie vom Grünfischer:

Bestimmte Arten waren richtig selten, wie z.B. der Tapir, Stelzenbussard oder der Königsgeier, der sogar Alysson riesig freute, weil er ihn in seiner langen Zeit als Guide auch kaum zu sehen bekommen hatte.

Die Qualität der Beobachtungen unterschied sich natürlich durchaus von Mal zu Mal, was insbesondere beim Hauptziel, dem Jaguar, zu spüren war: manchmal lag ein einzelner Jaguar einfach nur rum und entspannte und es bewegte sich eine Stunde gar nichts, bis die Katze im Dickicht verschwand. Das war natürlich etwas langweilig. Oder aber man hatte das Glück, mehrere Jaguare auf einmal zu sehen, meistens ein Alttier samt Jungen, aber auch zwei ältere Tiere konnten wir beobachten oder man konnte die Katzen beim Jagen antreffen, so wie Baguá am ersten Tag oder später Ousado. Das war spannend, faszinierend und schön – einfach toll, das miterleben zu dürfen!

 

Das hier ist Ousado:

Ousado trägt ein Halsband und ist ein geschickter Kaimanjäger.

Er wurde bei einem der letztjährigen schweren Buschbränden schwer an den Pfoten verletzt. Er hatte das Glück, dass er aufgefunden und langwierig behandelt werden konnte. Schlussendlich wurde er besendert und wieder in die Freiheit entlassen. Der Sender im Halsband sendet inzwischen nicht mehr, aber nach Abwägen des Für und Widers entschloss man sich, den Jaguar nicht wieder einzufangen, sondern ihn mit seinem Band in Freiheit zu belassen. Eine Narkose, um ihn einfangen zu können, würde z.B. das Risiko mit sich bringen, dass der Jaguar bevor die Wirkung des Betäubungsmittels einsetzt, noch in das Dickicht entkommen kann oder in den Fluss stürzt, wo er ertrinken könnte. Also hat Ousado als eindeutiges Wiedererkennungsmerkmal eben sein Halsband.


Daneben blieb mir eine Sandbank im Flusssystem besonders in Erinnerung, zu der uns Alysson navigiert hatte. Er hatte auf den ersten Bootsfahrten schon mitbekommen, dass ich mich als Seeschwalben-Fan besonders für die beiden im Pantanal vorkommenden Seeschwalben-Arten interessiert hatte. Jedoch blieb aufgrund der Hatz nach den Jaguaren zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit, den Seeschwalben etwas intensiver hinterherzugehen. Er meinte jedoch schon zu Beginn der ersten Fahrten mit einem vielsagenden Grinsen, dass er da noch etwas für mich hätte…

Und so bogen wir tatsächlich einen Tag später auf dem Rückweg zur Logde etwas anders ab und fanden uns unvermittelt vor einer Sandbank wieder, die mit nahezu Hunderten von Großschnabelseeschwalben und Scherenschnäbeln besetzt war. Ein Ort ganz nach meinem Geschmack und für mich waren die ca, 45min sicherlich ein Höhepunkt meines Pantanalaufenthaltes.

 


Nach vier Nächten im wunderschönen Porto Jofre machten wir uns schon wieder auf den Rückweg in Richtung Norden, nicht jedoch, ohne in der Pousada Piuval Halt zu machen, wo wir zwei weitere Nächte verbringen sollten. 

Die Ausflüge hatten dort einen deutlich anderen Charakter als in Porto Jofre. In Porto Jofre fuhren wir ausschließlich mit dem Boot durch das Flusssystem, in Piuval fuhren wir ausschließlich mit dem Jeep aus. Die Gegend wirkte deutlich savannenartiger als weiter im Süden. 

Einige Tierarten, die wir dort erwarten konnten, waren die gleichen wie in Porto Jofre, wie etwa der Jaguar, das Wasserschwein und diverse Vögel. Als Arten, die wir nur hier beobachten konnten, kamen der Ameisenbär, der Kaninchenkauz und das Nandu hinzu. Außerdem konnten wir hier diverse Affenarten, wie das Azara-Kapuzineraffen, den Schwarzen Brüllaffen oder das Seidenschwanz-Äffchen aus angenehmer Nähe beobachten, was so vom Boot aus nicht möglich war.

Die Tagesabläufe selber waren wir weiter im Süden: frühes Aufstehen, nach dem Frühstück raus mit dem Jeep, zurück zum Mittagessen und nachmittags ging´s bis zum Sonnenuntergang weiter. Ausklang in geselliger Runde

Besonders hängengeblieben ist mir neben der Beobachtung des putzigen Kaninchenkauzes eine nächtliche Begegnung mit einer Jaguar-Dame. Wir fuhren bereits bei Dunkelheit hinter einem Rind her, das gemütlich den Weg entlang trottete und dem Jeep den Weg versperrte, als es plötzlich massiv aufschreckte. Unmittelbar neben der Strecke hatte sich ein Jaguar hingelegt und fauchte nun den daherkommenden Ochsen an. Der Jeep samt menschlichen Insassen interessierte die Katze dabei nicht wirklich. Nach einem gegenseitigen Drohgebären zwischen Rind und Katze ging das Rind seinen Weg und auch der Jaguar trollte sich in ein nahegelegenes Wasserloch, wo wir ihn dann noch bei einem nächtlichen Bad beobachten konnten.


Wie war´s?

In wenigen Worten: es war einfach nur genial. 

Angefangen von der Organisation und Zuverlässigkeit des Tourenanbieters, über die kompetente Führung durch Alysson, die immer netten Brasilianer bis hin zu den atemberaubenden Beobachtungen und Erlebnisse, war diese Safari für mich ein Ereignis der absoluten Extra-Klasse in meinem Leben, von dem ich noch lange zehren werde. Ich hatte noch nie zuvor so viele Fotos in so kurzer Zeit gemacht.

Die Tour war nicht ganz billig, aber sie war jeden Cent, jede Sekunde, jeden Atemzug wert. Kleiner Wehrmutstropfen: die Anakonda wollte sich nicht zeigen und 44 Grad im Schatten sind heftig. Ich würde die Tour aber jederzeit wieder machen!

 

… und ich bin auch über ein Jahr später mit meinen Bildern noch immer nicht durch…und zwar deswegen:

 

Im Pantanal wurden an Arten registriert:

  • Säugetiere 152
  • Vögel         582
  • Reptilien    127
  • Amphibien 47
  • Fische       269
  • um 2000 Pflanzenarten

Davon habe ich folgende Arten fotografiert:

 

Säugetiere:


Vögel:


Reptilien:

Bekannt ist das Pantanal im Übrigen nicht nur für seine Jaguare, sondern auch für seine stimmungsvollen Sonnenuntergänge...

 

 

Und damit möchte ich den Beitrag schließen, schaut gerne wieder rein... ich bin noch lange nicht fertig mit meinen Fotos und werde Schritt für Schritt weitere im Pantanal gesichtete Tierarten hier auf meiner Seite zeigen.

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